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Zimmerbrand in Mehrparteienhaus Hermann - Bahr - Gasse

Einige Minuten nach dem Einlangen des Notrufes trafen schon die ersten Löschfahrzeuge der Löschbereitschaft der Zentralfeuerwache Lendplatz am Einsatzort ein.

Beim Brandobjekte handelte es sich um eine 4 stöckiges Eckhaus mit einer größeren Anzahl von Wohnungen.

Beim Eintreffen drang starker Brandrauch aus mehreren Fenstern auf beiden Hausfronten aus. Mehrere Personen, denen die Flucht durch das stark verrauchte Stiegenhaus nicht mehr möglich war, riefen verzweifelt um Hilfe.

Vom Einsatzleiter wurden umgehend Rettungsmaßnahmen mit allen zur Verfügung stehenden Leitern angeordnet und weitere Rettungsmittel und ein weiteres Führungsfahrzeug nachalarmiert. 

Zudem wurden im Innenangriff zwei C - Rohr unter schwerem Atemschutz vorgenommen, um den Brand zu bekämpfen. Zur Stiegenhaus - Sicherung wurde ein weiterer Atemschutztrupp eingesetzt, um eventuell rauchgasvergiftete Personen auffinden und retten zu können. Es zeigte sich, dass dies besonders gefährlich war, da der Brand in der Brandwohnung noch immer wütete und heiße Brandgase über ein Fenster in das Stiegenhaus abströmten.

Erst nachdem der Brand unter Kontrolle gebracht worden ist, konnte die Entrauchung des Stiegenhauses und die Suche nach Bewohnern fortgesetzt werden.

In der Zwischenzeit war eine weitere Drehleiter zur Menschenrettung am Einsatzort eingelangt und es konnten auch die restlichen Bewohner aus ihren verrauchten Wohnungen gerettet werden.

Insgesamt wurde 17 Personen und ein Hund mittels Leitern gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden.

Kurz darauf konnte auch „Brand aus" gegeben werden.

Die aus der Brandwohnung abströmenden heißen Brand- und Rauchgase machten nicht nur eine Flucht durch den einzigen Fluchtweg unmöglich, sie führten auch dazu dass ALLE Wohnungen derart verraucht worden sind, dass diese nicht mehr bewohnbar sind. 

Durch den massiven Einsatz der Berufsfeuerwehr konnte der Brand relativ rasch unter Kontrolle gebracht werden.

An die Grenzen wurden die Einsatzkräfte aber durch den sich unkontrolliert ausbreitenden heißen Brandrauch gebracht. Dieser drang in Wohnungen ein und nahm den Bewohnern ihre einzige Fluchtmöglichkeit. 

Umfassende Entrauchungs-, Aufräumungs- und Sicherungsarbeiten waren notwendig.

Aufgrund der massiven Verrauchung und Beschädigungen im Brandobjekt bzw. die starken Verrauchungen in den Wohnungen musste für das gesamte Haus ein Benützungsverbot ausgesprochen werden. 

Der Gesamtschaden dürfte weit jenseits der 100.000€ Marke liegen. 

Die Brandursache steht zurzeit noch nicht fest bzw. ist noch Gegenstand der Ermittlungen.  

Gott sei Dank forderte der Zimmerbrand - trotz der widrigen Umstände - keine Toten.

Dabei hat sich hier die Tageszeit positiv ausgewirkt, denn, wäre derselbe Brand in den Nachstunden ausgebrochen, wären die Bewohner im Schlaf vom Brandrauch überrascht und vergiftet worden. 

Seitens der Berufsfeuerwehr der Stadt Graz wurde der Einsatz von 40 Mann und 10 Fahrzeugen, unter der Führung von 2 Bereitschaftsoffizieren - Ing. Karl Gruber und Ing. Martin Trampusch.

 



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